Artie Shaws Klarinettenvermächtnis und die Widersprüche der Swing-Ära

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Artie Shaw wurde am 23. Mai 1910 in New York geboren und starb am 30. Dezember 2004 in Newbury Park, Kalifornien. Er ging in die Musikgeschichte als Klarinettist und Bandleader ein, der die Swing-Ära der 1930er und 1940er Jahre prägte. Es gibt eine Sache, die ihn von anderen Jazzgrößen unterscheidet. Shaws Engagement für den Jazz war nie eindeutig.

Er begann in der High School zu spielen. Dann wurde er 1925 Profi. Die Risse in seinem Engagement zeigten sich schon früh. Anfang der 1930er Jahre gab er die Musik für ein ganzes Jahr auf.

Einen Moment lang verließ er den Tatort vollständig. Das nächste Mal war er 1935 wieder bei einem New Yorker Swing-Konzert. Er spielte ein Originalstück, begleitet von einem Streichquartett. Dieses Experiment führte zu einer Jazz-Tanzband mit Streichern. Shaw gab dieses Format 1937 auf. Er kehrte zu einer eher standardisierten Bandstruktur zurück.

Wie Artie Shaw zur Swing-Ikone wurde

Der Wechsel hat sich ausgezahlt. 1938 nahm er Cole Porters „Begin the Beguine“ auf. Der Track machte ihn international bekannt. Es kam immer wieder zu Treffern. Sein Ruhm konkurrierte schließlich mit dem von Benny Goodman.

Goodman war als „King of Swing“ bekannt. Shaw rannte direkt neben ihm her. Aber Shaw hatte einen anderen Ruf. Er war dafür bekannt, unberechenbar zu sein. Perfektionismus trieb ihn an. Er war hart zu sich selbst. Er ging sogar noch härter gegen das Musikgeschäft vor.

Shaw kritisierte sich selbst und das Musikgeschäft scharf.

Dieses Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch und kommerzieller Realität prägte seine Karriere. Er spielte nicht nur Noten. Er stellte alles um sich herum in Frage. Das hat die Branche nicht immer gewürdigt. Aber die Musik sprach für sich.

In Shaws Geschichte geht es nicht nur um Hits. Es geht um einen Musiker, der sich nicht so recht entscheiden konnte, was er werden wollte. Er wollte Künstler werden. Die Welt wollte einen Stern. Er gab ihnen schließlich beides. Aber die Kosten waren hoch.

Die Klarinette war seine Stimme. Es war scharf. Es war präzise. Es durchdrang den Lärm. Dieser Sound wurde zu einer Ikone. Doch hinter der Musik steckte ein komplexer Mann. Er kämpfte mit dem Ruhm, den er geschaffen hatte.

Liebte er Jazz? Oder liebte er einfach die Kraft, die es ihm gab? Die Antwort ist nicht einfach. Bei Shaw ist das nie der Fall.

Die Stille nach dem Sturm

Der Lärm der Big Bands verstummte für Shaw endlich. Ab 1939 pendelte er zwischen Mexiko und den USA hin und her, aber die Magie war jetzt eine andere. Er experimentierte mit kleinen Jazz-Combos und behielt den Namen Gramercy Five bei, egal wer in der Gruppe war. Die Aufstellung änderte sich. Der Ton veränderte sich. Aber das Etikett blieb.

Es gab Comebacks. Sicher.

Von 1943 bis 1944 leitete er sogar ein Orchester der US-Marine. Das ist nicht nichts. Aber es war nicht dasselbe Feuer.

Warum Artie Shaw aufgehört hat, Klarinette zu spielen

Hier ist die harte Wahrheit über die Zeitleiste der Karriere von Artie Shaw als Klarinette.

Er zog 1954 den Stecker.

Totale Dissoziation. Er berührte die Hupe nicht noch einmal. Seit Jahrzehnten nicht mehr.

Man könnte fragen: Warum sich von dem Instrument verabschieden, das eine Generation definiert hat? Shaw gab nie eine klare Antwort. Er ist einfach gegangen. Die Stille war ohrenbetäubend.

Ein zweiter Akt des Schreibens und der Landwirtschaft

Der Bandleader wurde etwas ganz anderes. Ein Bauer. Ein Theaterproduzent. Ein Autor.

Er schrieb Bücher. Echte Bücher. The Trouble with Cinderella (1952) bot einen Blick in seinen Kopf. Es war aufschlussreich. Unbequem vielleicht.

Dann waren da noch die Romane. Gesammelt in I Love You, I Hate You, Drop Dead! (1965). Drei Kurzgeschichten. Scharf. Zynisch. Sehr Shaw.

Die Ehen von Artie Shaw

Sein Privatleben war ebenso turbulent wie seine Musik.

Er war achtmal verheiratet.

Acht.

Schauspielerin Lana Turner war eine davon. Ava Gardner war eine andere. Zwei der größten Namen Hollywoods. Es ging nicht nur um Ruhm. Es ging um Chaos.

1983 tat er noch etwas. Er leitete ein neu formiertes Artie Shaw Orchestra.

Hat er die Klarinette in die Hand genommen?

Die Aufzeichnungen sagen nein. Er dirigierte. Er hat nicht gespielt.

Er hatte sein Wort gesagt. Die Musik war in der Vergangenheit. Die Schrift blieb erhalten.