Himmelsausrichtung: Beobachten Sie, wie der Mond am 19. April durch die Plejaden wandert

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Am 19. April haben Sterngucker die einmalige Gelegenheit, Zeuge eines seltenen Himmelstanzes zu werden: Eine zunehmende Mondsichel zieht direkt vor den Plejaden vorbei, einem der bekanntesten Sternhaufen am Nachthimmel.

Da dieses Ereignis je nach Standort zu unterschiedlichen Zeiten stattfindet, wird das visuelle Erlebnis zwischen Amerika und Europa erheblich variieren.

Das Ereignis: Eine Mondbedeckung

Das Phänomen beinhaltet, dass der Mond die blau-weißen Sterne des Messier 45 -Clusters (der Plejaden) „verdeckt“ oder vor ihnen vorbeizieht. Diese Sterne befinden sich im Sternbild Stier und sind etwa 445 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Der Zeitpunkt der Ausrichtung stellt Beobachter vor eine Herausforderung:
* In den Vereinigten Staaten: Der Mond wird um 12:52 Uhr über die Plejaden ziehen. SOMMERZEIT. Da dies tagsüber geschieht, verschwindet der Mond im Sonnenlicht und ist für das bloße Auge oder Standardteleskope unsichtbar.
* In Italien und Europa: Der Zeitpunkt ist viel günstiger. Nach dem Tagestransit wird sich der Mond in Richtung Westhorizont bewegen, so dass Beobachter beobachten können, wie sich der Mond in den Stunden nach Sonnenuntergang vom Sternhaufen „entfernt“.

So schauen Sie per Livestream zu

Für diejenigen, die die Veranstaltung nicht persönlich verfolgen können, wird das Virtual Telescope Project eine Live-Übertragung auf YouTube veranstalten.

Der Livestream beginnt voraussichtlich um 14:00 Uhr. EDT (1800 GMT) am 19. April. Mit einem Panoramateleskop in Italien wird Gründer Gianluca Masi Echtzeitansichten des Mondes liefern, während er sich von den Plejaden entfernt, sofern die Wetterbedingungen klar bleiben.

Ein seltenes visuelles Detail: „Earthshine“

Einer der faszinierendsten Aspekte dieses besonderen Ereignisses ist die Anwesenheit von Erdschein.

Da der Mond eine dünne, zunehmende Sichel sein wird (nur etwa 7 % beleuchtet), wird der sonnenbeschienene Teil relativ schwach sein. Diese geringe Helligkeit ist tatsächlich ein Vorteil für Astronomen: Sie überdeckt das Licht der Plejaden nicht, sodass beide gleichzeitig sichtbar sind.

Darüber hinaus ermöglicht die Dunkelheit des Halbmondes dem Betrachter, „Erdschein“ zu sehen – ein Phänomen, bei dem Sonnenlicht von der Erdatmosphäre reflektiert wird und den dunklen Teil des Mondes beleuchtet. Dieses subtile Leuchten kann die Mondmaria offenbaren, die riesigen, alten Basaltebenen, die die dunkleren Merkmale des Mondes bilden.

„Es wird ein unvergesslicher Anblick mit unserem Satelliten sein, der sich als scharfe Sichel mit seinem eleganten ‚Erdschein‘ und einem der berühmtesten Deep-Sky-Juwelen, Messier 45, zeigt“, sagt Gianluca Masi.

Zusammenfassung

Dieses Himmelsereignis bietet die seltene Gelegenheit, eine dünne Mondsichel bei der Interaktion mit einem berühmten Sternhaufen zu beobachten. Während Tagesbeobachter in den USA den Transit verpassen werden, bieten die abendlichen Beobachtungen in Europa und der begleitende weltweite Livestream ein perfektes Fenster, um sowohl die Plejaden als auch den zarten Glanz des Erdscheins zu beobachten.