Alte Rover blieben stecken. Neue nicht. Oder zumindest besser nicht, wenn wir tatsächlich irgendwohin wollen.
Das Jet Propulsion Lab der NASA hat ERNEST gerade in der südkalifornischen Wüste abgesetzt. Exploration Rover for Navigating Extreme SloPED Terrain, wenn Sie den vollständigen Titel wollen, was niemand wirklich tut. In sieben Tagen wurden 16 Meilen zurückgelegt. Fast ganz von alleine.
Siebzehn Stunden echtes Fahren. Die Ingenieure schauten zu. Sie haben kaum einen Knopf gedrückt.
„Mit minimalem Eingriff.“
Das ist das Ziel. Wir wollen Maschinen, die selbstständig denken. Gelände, das früher eine Sackgasse war, sollte nur ein weiterer Dienstag sein. Dabei geht es nicht nur um den Mars. Als nächstes kommt der Mond. Oder vielleicht beides, je nachdem, welche Zeitleiste Sie betrachten.
Es begann im Jahr 2022. Interne Finanzierung, unauffällig. Jetzt ist es Teil der umfassenderen Wissenschaftsstrategie der NASA. Der wirkliche Unterschied liegt nicht nur in der Software. Es ist der Körper.
ERNEST verfügt nicht über das klassische „Rocker-Bogie“-System. Wissen Sie, die alten Drehpunkte, die das Gewicht passiv verteilten? Das nutzt Perseverance. ERNEST nutzt aktive Gelenke. Gimbal-Fronten. Es windet sich. Es geht. Es steigt.
Wie bringt man einem Roboter das bei?
Simulationen. Tausende Stunden virtueller Daten wurden in wenigen Tagen zusammengefasst. Dann der Hindernisparcours am JPL. Dann die Wüste. Vertiefendes Lernen in einer Box, bevor es in die reale Welt geht. Es macht wirklich Sinn. Warum den physischen Prototyp zum Absturz bringen, wenn Sie den digitalen Zwilling zum Absturz bringen können?
Frühere Rover sind langsam. Im Wesentlichen Schildkrötengeschwindigkeit. Perseverance ist seit fünf Jahren auf dem Mars und hat gerade seine eigene Marathondistanz zurückgelegt. Das ist es.
ERNEST erreicht 0,6 Meilen pro Stunde. Klingt langsam. Es ist. Aber im Vergleich zu dem, was wir derzeit an der Oberfläche haben, ist es schnell. Es kann jedes Rad unabhängig lenken. Bewegen Sie sich von einer Seite zur anderen. Nicht nur vorwärts und rückwärts wie ein Rasenmäher mit Steroiden.
Sie haben es auch im Dunkeln getestet. Schwache Lichtverhältnisse, die den Mond imitieren. Denn die Nacht ist keine Option, wenn Sie eine andere Welt erkunden.
Issa Nesjas nannte es „die Verfeinerung von Mobilitätshardware und Autonomie“. Eine trockene Art zu sagen, dass sie etwas bauen, das endlich eine Reise wert ist.
Die Frage bleibt. Wird es auf dem Mond funktionieren? Wird es auf dem Mars halten?
Ingenieure glauben, ERNEST sei nur der Prototyp. Ein Testmodell für etwas Größeres. Etwas schnelleres.
Vielleicht. Vielleicht bleibt es aber auch in einem besonders hartnäckigen Sandfleck stecken.
Die Wüste kümmert sich nicht um deine KI.
